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Deine Aufgaben

Die zen­tra­le Aufgabe in deinem Frei­wil­li­gen­dienst ist es, das Enga­ge­ment junger Men­schen zu ermög­li­chen und zu stärken und ihnen eine Stimme zu geben.

Betei­li­gung fördern

Bei uns orga­ni­sierst und unter­stützt du Pro­jek­te, die die Betei­li­gung von Kindern und Jugend­li­chen fördern. Du beglei­test Gremien (Jugend­rä­te, Schüler*innenvertretung) und initi­ierst Pro­jek­te, die junge Men­schen befä­hi­gen, an unserer Gesell­schaft teilzuhaben.

Büro­ar­beit

Büro­ar­beit klingt erstmal lang­wei­lig, aber Planung ist der zen­tra­le Bestand­teil erfolg­rei­cher Pro­jek­te! Am Schreib­tisch orga­ni­sierst du Ver­an­stal­tun­gen und Pro­jek­te, über­nimmst Ver­wal­tungs­auf­ga­ben, beant­wor­test Mails oder gibst am Telefon Auskunft.

Poli­ti­sche Bildung

Poli­ti­sche Bildung findet in all unseren Ein­satz­stel­len auf unter­schied­lichs­te Weise statt: U18-Wahlen, Pro­jek­te rund um Erstwähler*innen, ein Pro­jekt­tag für „Schule ohne Ras­sis­mus“ oder Ver­an­stal­tun­gen und Pro­jek­te rund um Themen wie Inklu­si­on, Klima, Digi­ta­ler Wandel.

Schul­le­ben

In deiner neuen Rolle lernst du das Schul­le­ben mit all seinen Facet­ten kennen. Du beglei­test Aus­flü­ge und Exkur­sio­nen, betreust den Klas­sen­rat und Service-Lear­ning-Ange­bo­te und unter­stützt ein­zel­ne Schüler*innen beim Lernen.

Öffent­lich­keits­ar­beit

Unsere Ein­satz­stel­len haben junge Men­schen als Ziel­grup­pe. Durch deine Erfah­rung mit Insta­gram, Snap­chat und Twitter kannst du die Social Media-Kanäle deiner Ein­satz­stel­le betreu­en und auf Augen­hö­he kommunizieren.

AGs und Projekte

Deine Inter­es­sen und Erfah­run­gen kannst du in AGs und bei Pro­jekt­ta­gen ein­brin­gen. Viel­leicht beglei­test du die Theater-AG deiner Schule, bietest eine Poetry Slam- oder Schul­ra­dio-AG an oder orga­ni­sierst Pro­jekt­ta­ge zum Thema Nachhaltigkeit.

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Voraussetzungen

Das soll­test du für deinen Frei­wil­li­gen­dienst bei uns mitbringen:

Alter

Das Frei­wil­li­ge Jahr Betei­li­gung ist ein Jugend­frei­wil­li­gen­dienst. Zum Start des BFD bzw. FSJ soll­test du zwi­schen 16 und 26 Jahren alt sein. Anfra­gen von älteren Per­so­nen können wir nicht berücksichtigen.

Sprach­kennt­nis­se

Deine Her­kunft spielt für uns keine Rolle. Jedoch sind für die Tätig­keit in den Ein­satz­stel­len und für die Teil­nah­me an unseren Bil­dungs­ta­gen Deutsch­kennt­nis­se auf dem Niveau B2 die Grundvoraussetzung.

Bil­dungs­ab­schluss

Unab­hän­gig davon, ob und welchen Bil­dungs­ab­schluss du hast, kannst du bei uns ein FSJ oder einen BFD machen. Wichtig ist nur, dass du deine Pflicht­schul­jah­re hinter dir hast.

Ber­li­ner Großstadtluft

Unsere Ein­satz­stel­len befin­den sich in Berlin und Bran­den­burg. Auch die meisten Bil­dungs­ta­ge finden in Berlin statt. Deshalb soll­test du bereit sein, Groß­stadt­luft zu schnup­pern. Natür­lich must du noch nicht hier wohnen, sondern kannst für deinen Frei­wil­li­gen­dienst hierher ziehen.

Lust zu gestalten

In unseren Ein­satz­stel­len hast du den Raum, Dinge anzu­pa­cken und wirk­lich etwas zu bewegen. Ganz nach unserem Motto Auf­ste­hen. Mit­re­den. Gestal­ten. soll­test du Eigen­in­itia­ti­ve und Krea­ti­vi­tät mit­brin­gen. Für Lan­ge­wei­le bleibt in deinem Frei­wil­li­gen­dienst kein Platz.

Lust auf Neues

Der Frei­wil­li­gen­dienst ist ein Lern- und Ori­en­tie­rungs­jahr. Du soll­test Lust haben, in der Ein­satz­stel­le und bei den 30 Bil­dungs­ta­gen Neues zu erleben, zu lernen und zu reflek­tie­ren. Ganz anders als in der Schule — inter­ak­tiv, gelei­tet von deinen Inter­es­sen und ohne Leistungsdruck.

Hard Facts

Dies sind die Rah­men­be­din­gun­gen für dein Freiwilligenjahr.

Zeit & Dauer

Dein Frei­wil­li­gen­dienst dauert zwölf Monate. Das Jahr beginnt am 1. Sep­tem­ber und endet zum 31. August des Fol­ge­jah­res. Nur im Aus­nah­me­fall ist ein spä­te­rer Beginn im Oktober möglich.

Stun­den­zahl

Als Freiwillige*r arbei­test du 38 Stunden in der Woche. Du betreust deine Kinder oder pflegst Ange­hö­ri­ge? Dann ist ein Wechsel in Teil­zeit mit min­des­tens 20,5 Stunden möglich.

Taschen­geld

Als Auf­wands­ent­schä­di­gung erhältst du ein monat­li­ches Taschen­geld von 335 Euro plus 30 Euro Zuschuss zum ÖPNV-Ticket. Mehr zur Finan­zie­rung deines Frei­wil­li­gen­diensts erfährst du weiter unten.

Urlaub

Während deines Frei­wil­li­gen­jah­res stehen dir 30 Urlaubs­ta­ge zur Ver­fü­gung. Wenn du an einer Schule ein­ge­setzt bist, liegt der größte Teil davon in den Ber­li­ner Schulferien.

Bildung

Bei 30 Bil­dungs­ta­gen und ‑fahrten setzt du dich gemein­sam mit anderen Frei­wil­li­gen im Pro­gramm mit span­nen­den Themen rund um Bildung, Demo­kra­tie & Par­ti­zi­pa­ti­on auseinander.

Zer­ti­fi­kat

Am Ende erhältst du ein Zer­ti­fi­kat über deinen Frei­wil­li­gen­dienst. Das Frei­wil­li­ge Jahr Betei­li­gung kann als prak­ti­scher Teil des Fach­ab­iturs und an vielen Hoch­schu­len als vor­prak­ti­sche Erfah­rung aner­kannt werden.

Rahmenbedingungen des Freiwilligendienstes

365

Euro Taschen­geld

12

Monate im Einsatz

38

Stunden pro Woche

Eindrücke

Das sagen unsere Frei­wil­li­gen über ihre Erfah­run­gen im Verlauf des Jahres:

Durch den Bun­des­frei­wil­li­gen­dienst beim Frei­wil­li­gen Jahr Betei­li­gung habe ich ein großes Maß an Selbst­ver­ant­wor­tung gelernt. Nach der getak­te­ten Schul­zeit war es eine tolle und sehr lehr­rei­che Erfah­rung, mir meine Zeit und meine Auf­ga­ben selbst ein­zu­tei­len und beim Pro­gramm des FJB ein Mit­spra­che­recht zu haben. Selbst­wirk­sam­keit — gute Sache.

Helena, Kurt Schwit­ters Schule 2016/17

Der Frei­wil­li­gen­dienst war die beste Ent­schei­dung meines Lebens. Ich zehre immer noch aus diesem Jahr, welches mir Erfah­run­gen gebracht, wahn­sin­nig tolle Freunde geschenkt und mich einfach gene­rell geerdet und dazu ange­lei­tet hat, mich selbst und alles um mich herum zu reflektieren.

Jose­phi­ne, Schwarz­kopf-Stif­tung 2017/18

In meinem Frei­wil­li­gen­dienst beim Frei­wil­li­gen Jahr Betei­li­gung habe ich erlebt, wie viel Spaß es macht, sich in einer Gemein­schaft aus­zu­tau­schen, zusam­men zu lernen und sich zusam­men zu enga­gie­ren. Die Erfah­run­gen und Freund*innen, die ich gewon­nen habe, möchte ich nicht missen.

Marcel, Lernen durch Enga­ge­ment 2018/19

In meinem Frei­wil­li­gen­dienst habe ich ’ne Menge gelernt von dem, was mich heute aus­macht. Dabei hat mir die Beglei­tung durch das FJB wahn­sin­nig gehol­fen. Das Jahr war eine groß­ar­ti­ge Erfah­rung und wenn ich heute wieder vor der Wahl stünde, würde ich es auf jeden Fall wieder tun.

Johan­nes, Stif­tung Bildung 2015/16

Deine Betreuung

Mit unter­schied­li­chen Betreu­ungs­an­ge­bo­ten beglei­ten wir dich während deines Freiwilligendienstes.

Betreu­ung vor Ort

In deiner Ein­satz­stel­le hast du eine feste Ansprech­per­son, mit der gemein­sam du deine per­sön­li­chen Lern­zie­le ver­ein­barst und Auf­ga­ben sowie Tätig­kei­ten absprichst. Sie beglei­tet dich im Arbeits­all­tag mit regel­mä­ßi­gen Gesprä­chen, in denen ihr deine Arbeit reflek­tiert und du Feed­back erhältst.

Betreu­ung durch uns

Bei uns im Frei­wil­li­gen Jahr Betei­li­gung hast du während deines gesam­ten Frei­wil­li­gen­diens­tes eine feste Ansprech­per­son aus unserem Team. Mit ver­schie­de­nen Ange­bo­ten wie Einzel­be­­ratungen, Team­dis­kus­sio­nen und Einsatz­stellen­besuchen beglei­ten wir dich sicher und indi­vi­du­ell durch dein Jahr.

Betreu­ung auf Augenhöhe

Egal ob in der Ein­satz­stel­le oder bei uns als Träger: Betreu­ung findet bei uns auf Augen­hö­he statt. Wir betrach­ten dich als mündige Person, die Ver­ant­wor­tung für ihr Handeln und für ihr Lernen über­nimmt. Das Betreu­ungs­an­ge­bot kannst und sollst du daher ent­spre­chend deinen Bedürf­nis­sen  mitgestalten.

Einsatzstellen sind

Schulen

Grund­schu­len, Ober­schu­len, Freie Schulen

gemein­nüt­zi­ge Organisationen

mit Schwer­punkt Bildung, Demo­kra­tie, Partizipation

poli­ti­sche Einrichtungen

Abge­ord­ne­ten­bü­ros, Fraktionen

Deine Wahl

In unserem Netz­werk aus Schulen, gemein­nüt­zi­gen Orga­ni­sa­tio­nen und poli­ti­schen Ein­rich­tun­gen ist auch für dich eine span­nen­de Ein­satz­stel­le dabei.

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Erfahrungsberichte

Ehe­ma­li­ge Frei­wil­li­ge erzäh­len von ihren Erfah­run­gen im Frei­wil­li­gen Jahr Beteiligung.

Johan­nes

Frei­wil­li­ger 2015/16

Mari­el­la

Frei­wil­li­ge 2017/18

Paul

Frei­wil­li­ger 2016/17

Das Freiwillige Jahr Beteiligung

von 8

ehe­ma­li­gen Frei­wil­li­gen entwickelt

seit 2014

Frei­wil­li­gen­dienst­an­bie­ter in Berlin

224

Frei­wil­li­ge seit Gründung

Das macht uns aus

Fol­gen­des unter­schei­det das Frei­wil­li­ge Jahr Betei­li­gung von anderen Freiwilligendienstprogrammen.

Mehr Par­ti­zi­pa­ti­on

Betei­li­gungs­struk­tu­ren bringst du nicht nur in deiner Ein­satz­stel­le  voran. Auch die Bil­dungs­ta­ge und das gesamte Pro­gramm kannst du mit­ge­stal­ten. Deshalb bist du zu unseren inter­nen Team­tref­fen ein­ge­la­den oder kannst Sprecher*in deines Jahr­gangs werden.

Mehr Bil­dungs­ta­ge

Der Frei­wil­li­gen­dienst ist ein Lern- und Ori­en­tie­rungs­jahr. Bei uns hast du deshalb 30 Bil­dungs­ta­ge, fünf mehr als gesetz­lich vor­ge­schrie­ben. Mehr Zeit für Dis­kus­sio­nen zu gesell­schaft­lich rele­van­ten Themen und für Fragen dazu, wie es für dich nach dem BFD/ FSJ weitergeht.

Mehr Zusam­men­halt

Bei uns findest du schnell Anschluss. Zu Beginn des Jahres kommst du monat­lich mit anderen Frei­wil­li­gen zusam­men. Neben Freund*innen kannst du in unserem Netz­werk auch span­nen­de Kon­tak­te knüpfen — auch für die Zeit nach deinem Freiwilligendienst.

Deine Fragen

Wo kann ich mit­ge­stal­ten? Wie bin ich ver­si­chert? Was pas­siert, wenn ich krank werde? Hier findest du Ant­wor­ten auf die häu­figs­ten Fragen.

Das FSJ und der BFD sind im Grund­satz Voll­zeit­diens­te. 38 Stunden ist die regel­mä­ßi­ge wöchent­li­che Arbeits­zeit. Bei einem berech­tig­ten Inter­es­se dei­ner­seits besteht die Mög­lich­keit, den Frei­wil­li­gen­dienst auch in Teil­zeit (min­des­tens 20,5 Wochen­stun­den) zu absol­vie­ren. Ein berech­tig­tes Inter­es­se besteht zum Bei­spiel in diesen Fällen:

  • Betreu­ung eines eigenen Kindes oder Pflege von Angehörigen
  • Gesund­heit­li­che Beein­träch­ti­gung, die die regel­mä­ßi­ge täg­li­che oder wöchent­li­che Arbeits­zeit nicht zulässt
  • ver­gleich­ba­rer schwer­wie­gen­de Gründe.

Im Frei­wil­li­gen Jahr Betei­li­gung gibt es mehrere Teil­zeit­mo­del­le: 20,5 Wochen­stun­den, 26 Wochen­stun­den und 32 Wochen­stun­den. So kann das Modell gewählt werden, welches am besten den Bedürf­nis­sen entspricht.

Auf einen Wechsel in Teil­zeit besteht kein Anspruch. Das Ein­ver­ständ­nis der Ein­satz­stel­le ist hierfür not­wen­dig. Komm dazu gerne mit uns ins Gespräch.

Das Frei­wil­li­ge Jahr Betei­li­gung ist der Träger des Frei­wil­li­gen­diens­tes. Der Träger ist für die Gesamt­ko­or­di­na­ti­on des Frei­wil­li­gen­diens­tes ver­ant­wort­lich. Er ist auch für die päd­ago­gi­sche Beglei­tung der Frei­wil­li­gen zustän­dig. Das heißt, er führt die Bil­dungs­ta­ge durch und beant­wor­tet Fragen von Frei­wil­li­gen und Ein­satz­stel­len. Beim Träger wird dir zu Beginn des Jahres eine feste Ansprech­per­son zuge­teilt. An die kannst du dich bei Fragen immer wenden.

Die Ein­satz­stel­le ist die Ein­rich­tung, in der du die meiste Zeit deines Frei­wil­li­gen­diens­tes ver­bringst. Hier hast du deine kon­kre­ten Auf­ga­ben. Auch in der Ein­satz­stel­le hast du eine Person, die sich das ganze Jahr um dich kümmert und dir Fragen zu der Ein­rich­tung und deinen Auf­ga­ben beant­wor­ten kann.

Du erhältst ein Taschen­geld in Höhe von 335 Euro pro Monat. Die Aus­zah­lung erfolgt zum Ende des Monats. Du bekommst ein Taschen­geld und keinen Lohn, weil ein Frei­wil­li­gen­dienst kein Arbeits­ver­hält­nis ist. Darüber hinaus erhältst du einen Zuschuss von 30 Euro zum ÖPNV-Ticket, wenn du ent­spre­chen­de Aus­ga­ben nach­wei­sen kannst. Wir emp­feh­len dir, das ver­güns­tig­te Ticket VBB Abo-Azubi zu erwer­ben (mehr dazu unter der Frage: Erhalte ich ein Ticket für den ÖPNV?).

Das Taschen­geld ist steu­er­frei gemäß Ein­kom­mens­steu­er­ge­setz Para­graf § 3 Nr. 5. Buch­sta­be f in Ver­bin­dung mit Para­graf § 32 Absatz 4 Satz 1 Nr. 2 Buch­sta­be d.

Alle Frei­wil­li­gen müssen sozi­al­ver­si­chert werden. Das bedeu­tet, dass sie während der Zeit des Frei­wil­li­gen­diens­tes in der gesetz­li­chen Renten‑, Unfall‑, Kranken‑, Pflege- und Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung ver­si­chert sind. Die Ver­si­che­rungs­bei­trä­ge werden von der Ein­satz­stel­le oder vom Träger voll­stän­dig bezahlt. Anders bei einem regu­lä­ren Anstel­lungs­ver­hält­nis werden die Bei­trä­ge also nicht zwi­schen Arbeitgeber*in und Arbeitnehmer*in aufgeteilt.

Um dich zur Sozi­al­ver­si­che­rung anmel­den zu können, benö­ti­gen wir deine Sozialversicherungsnummer.

Wir wissen, 365 Euro sind nicht viel, um sich zu finan­zie­ren. Es handelt sich aber nicht um ein Gehalt, sondern eher um eine Auf­wands­ent­schä­di­gung für dein frei­wil­li­ges Enga­ge­ment, denn ein Arbeits­ver­hält­nis besteht im Frei­wil­li­gen­dienst nicht. Ein Anspruch auf Kin­der­geld bleibt während des Frei­wil­li­gen­diens­tes bestehen. Darüber hinaus hast du die Mög­lich­keit, Wohn­geld oder auch Arbeits­lo­sen­geld II zu beantragen.

Während deines Frei­wil­li­gen­diens­tes arbeitst du regel­mä­ßig oder punk­tu­ell mit Kindern und Jugend­li­chen. Daher benö­ti­gen wir zum Beginn deines Frei­wil­li­gen­diens­tes ein aktu­el­les erwei­ter­tes poli­zei­li­ches Füh­rungs­zeug­nis (zu Beginn des Frei­wil­li­gen­diens­tes nicht älter als zwei Monate). Das kannst du bei deinem Bür­ger­amt oder Rathaus bean­tra­gen. Hierfür benö­tigst du von uns eine Beschei­ni­gung, die wir dir zukom­men lassen. Mit ihr erhältst du das Füh­rungs­zeug­nis auch kos­ten­frei. Achte bei der Bean­tra­gung darauf, dass es sich um ein erwei­ter­tes poli­zei­li­ches Füh­rungs­zeug­nis handelt.

Da die Aus­stel­lung des Füh­rungs­zeug­nis­ses nach der Bean­tra­gung bis zu zwei Wochen dauern kann, kümmere dich bitte recht­zei­tig darum.

Wir sind in der Regel von Montag bis Don­ners­tag von 10 bis 16 Uhr tele­fo­nisch erreich­bar. Auf­grund von Ver­an­stal­tun­gen, Urlaub und unge­plan­ten Ereig­nis­sen kann es aber auch sein, dass wir auch in dieser Zeit mal nicht ver­füg­bar sind. Hin­ter­lasst uns eine Nach­richt auf dem Anruf­be­ant­wor­ter oder schreibt uns eine kurze Mail. Wir melden uns schnellst­mög­lich bei euch. Bitte beach­tet, dass die Erstel­lung von Beschei­ni­gun­gen auf Grund ver­schie­dens­ter Umstän­de bis zu 14 Tage Zeit in Anspruch nehmen kann.

Auf Grund der Coro­na­pan­de­mie ist unsere tele­fo­ni­sche Erreich­bar­keit ein­ge­schränkt. Schreib uns gerne eine kurze Mail und wir rufen dich gerne zurück.

Du musst während deines Frei­wil­li­gen­diens­tes in einer gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung ver­si­chert sein. Eine private Kran­ken­ver­si­che­rung ist während des Frei­wil­li­gen­diens­tes nicht möglich. Außer­dem müssen sich Frei­wil­li­ge selbst ver­si­chern: Sie dürfen nicht in einer Fami­li­en­ver­si­che­rung über die Eltern oder den*die Ehepartner*in ver­si­chert sein. Das heißt in der Fach­spra­che: Während des Frei­wil­li­gen­diens­tes sind Frei­wil­li­ge als eigen­stän­di­ge Mit­glie­der pflicht­ver­si­chert in einer gesetz­li­chen Kran­ken­kas­se. Die Kosten bezahlt die Einsatzstelle.

Nach dem Ende des Frei­wil­li­gen­diens­tes kannst du wieder in die Fami­li­en­ver­si­che­rung zurück. Und du kannst auch in die private Kran­ken­ver­si­che­rung zurück. Das musst du aber vor dem Frei­wil­li­gen­dienst mit der Ver­si­che­rung besprechen.

Wenn ein Frei­wil­li­gen­dienst länger als 6 Monate dauert, kannst du nach deinem 25. Geburts­tag länger in der Fami­li­en­ver­si­che­rung bleiben — und zwar genau so viele Monate, wie der Frei­wil­li­gen­dienst gedau­ert hat. Bei 12 Monaten Frei­wil­li­gen­dienst ist das dann ein Jahr länger als bei Men­schen, die keinen Frei­wil­li­gen­dienst gemacht haben. Das ist auch für bei­hil­fe­fä­hi­ge Kinder von Beamt*innen so. Nach­zu­le­sen ist dies in der Bun­des­bei­hil­fe­ver­ord­nung § 4 Abs. 2.

 

Frei­wil­li­ge können während ihres Frei­wil­li­gen­diens­tes zusätz­li­che Unter­stüt­zung in Form von Wohn­geld oder ALG II beantragen.

Wohn­geld

Wohn­geld ist ein Miet­kos­ten­zu­schuss. Frei­wil­li­ge können Wohn­geld nur für den Haupt­wohn­sitz bekom­men und wenn sie dort allein oder in einer WG wohnen — nicht aber, wenn sie bei den Eltern wohnen. Alle Frei­wil­li­gen können Wohn­geld bei der Wohn­geld­be­hör­de in ihrer Stadt oder Gemein­de bean­tra­gen. Die Behörde ent­schei­det, ob sie Wohn­geld bezahlt. Ein Rechts­an­spruch auf Wohn­geld besteht nicht. In dieser Bro­schü­re des Bun­des­mi­nis­te­ri­um des Inneren, Bau und Heimat sind wich­ti­ge Hinweis zum Nachlesen.

ALG II (Arbeits­lo­sen­geld II)

Arbeits­lo­sen­geld II ist eine exis­tenz­si­chern­de Leis­tung und wird umgangs­sprach­lich oft Hartz IV genannt. Neben Kosten für Unter­kunft wird auch der soge­nann­te Regel­be­darf gezahlt. Dies soll die regel­mä­ßi­gen Aus­ga­ben decken. Das Taschen­geld wird auf das Arbeits­lo­sen­geld II ange­rech­net. Vom Taschen­geld sind 250 Euro „nicht zu berück­sich­ti­gen­de Ein­nah­men“. Das bedeu­tet, dass die Frei­wil­li­gen 250 Euro behal­ten dürfen. Frei­wil­li­ge müssen während des Bezugs von ALG II keine Arbeit aufnehmen.

Der Bezug von Wohn­geld und ALG II schlie­ßen sich gegen­sei­tig aus. Du kannst also nur immer eine der Leis­tun­gen erhalten.

Wir ver­su­chen vor Start des Frei­wil­li­gen­diens­tes einen Info­ter­min zu den Themen zu organisieren.

Die steu­er­li­che Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer ist eine elf­stel­li­ge Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer von in Deutsch­land gemel­de­ten Bürger*innen für Steu­er­zwe­cke. Sie wird auto­ma­tisch jeder in Deutsch­land gemel­de­ten Person zuge­teilt. Sie ist dau­er­haft gültig und ver­än­dert sich auch nicht durch Umzug,  Namens­än­de­rung, Hoch­zeit o.ä.

Die Steuer-ID ist in der Regel auf Ein­kom­men­steu­er­be­schei­den oder Lohn­steu­er­be­schei­ni­gun­gen zu finden. Soll­test du die Steuer-ID nicht finden können, kannst du diese beim Bun­des­zen­tral­amt für Steuern erneut anfordern.

Signal ist ein Mes­sen­ger­dienst, über den ihr mit uns kom­mu­ni­zie­ren könnt.

Signal ist ein Mes­sen­ger­dienst von Open Whisper Systems mit Sitz in den USA. Signal spei­chert die Tele­fon­num­mern, mit der sich der*die Nutzer*in regis­triert, sowie von Signal zur Iden­ti­fi­zie­rung gene­rier­te Schlüs­sel und Authen­ti­fi­zie­rungs­to­kens. Es findet eine Daten­über­mitt­lung in Dritt­län­der statt.
Signal bietet eine Ende-zu-Ende-Ver­­­schlüs­­se­­lung an. Signal hat keinen Zugriff auf Inhalte von Nach­rich­ten und Tele­fo­na­ten, bei Gruppen auch nicht auf Grup­pen­mit­glie­der, Grup­pen­na­men und Gruppensymbole.

Signal ist für seine Daten­sparsak­meit bekannt und stellt seinen Quell­code als open source zur Ver­fü­gung. Mehr Infor­ma­tio­nen zu Signal und deren Daten­schutz­be­stim­mun­gen: www.signal.org

Auch während deines FSJ/BFD hast du wei­ter­hin Anspruch auf Kin­der­geld, wenn du das 25. Lebens­jahr noch nicht voll­endet hast. Der Frei­wil­li­gen­dienst zählt wie eine Schul- oder Berufs­aus­bil­dung. Die Fami­li­en­kas­se wird einen Nach­weis über  dein FSJ oder deinen BFD sehen wollen. Diesen bekommst du von uns.

Die Sozi­al­ver­si­che­rungs­num­mer ist ein aus Buch­sta­ben und Ziffern bestehen­des Per­so­nen­kenn­zei­chen zur Iden­ti­fi­ka­ti­on im Sozi­al­ver­si­che­rungs­we­sen. Du findest sie auf deinem Sozi­al­ver­si­che­rungs­aus­weis, einer Bestä­ti­gung der Ren­ten­kas­se oder der Mit­glieds­be­stä­ti­gung deiner Kran­ken­kas­se. Ob es sich um deine Sozi­al­ver­si­che­rungs­num­mer handelt, kannst du ganz einfach her­aus­fin­den. Denn nach einer zwei­stel­li­gen Prüf­zif­fer folgt ab der dritten Ziffer dein Geburts­da­tum im Format ddmmyy. Soll­test du sie nicht finden, kannst du deine Kran­ken­kas­se oder auch die Deut­sche Ren­ten­ver­si­che­rung (Tele­fon­num­mer: 0800 1000 4800) kontaktieren.

Achtung: Bei der Sozi­al­ver­si­che­rungs­num­mer handelt es sich nicht um die Ver­si­che­rungs­num­mer, die auf deiner Kran­ken­ver­si­che­rungs­kar­te steht. Soll­test du bisher noch nicht gear­bei­tet haben, hast du viel­leicht noch keine Sozi­al­ver­si­che­rungs­num­mer. Dann kannst du sie bei deiner Kran­ken­kas­se bean­tra­gen. Da dies etwas dauern kann, kümmere dich bitte früh­zei­tig darum.

Vor, während und auch nach des Frei­wil­li­gen­diens­tes fallen eine Menge Daten an. Diese Daten wollen wir schüt­zen. Wir haben uns daher aus Daten­schütz­grün­den gegen eine Ver­wen­dung des Mes­sen­ger­diensts Whats­App entschieden.

Du hast während deines Frei­wil­li­gen­diens­tes wei­ter­hin Anspruch auf Voll- und Halb­wai­sen­ren­te. Bei deinem BFD/FSJ handelt es sich um eine sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Beschäf­ti­gung, weshalb die Sozi­al­ver­si­che­rungs­be­frei­ung nach Alter außer Kraft tritt. Konkret bedeu­tet das, dass Kranken- und Pfle­ge­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge gezahlt werden müssen. Die werden in der Praxis meist direkt von der Ren­ten­ver­si­che­rung ein­be­hal­ten. Somit wird der Betrag der Voll- bzw. Halb­wai­sen­ren­te gerin­ger aus­fal­len. Für Fragen wende dich bitte an den Rentenversicherungsträger.

Wenn du zu Beginn deines Frei­wil­li­gen­diens­tes unter 18 Jahre alt bist, darfst du gemäß § 32 Abs. 1 Jugend­ar­beits­schutz­ge­setz nur dann deinen Frei­wil­li­gen­dienst antre­ten, wenn du inner­halb der letzten 14 Monate von einem Arzt oder einer Ärztin unter­sucht worden bist. Es wird dabei geprüft, ob du gesund genug bist für die Tätig­kei­ten im Frei­wil­li­gen­dienst. Für die Kos­ten­über­nah­me dieser Unter­su­chung, die auch Erst­un­ter­su­chung genannt wird, benö­tigst du einen Unter­su­chungs­be­rech­ti­gungs­schein. Diesen erhältst du von der jeweils zustän­di­gen Stelle in deinem Bun­des­land. Wenn du diese Stelle – in Berlin ist es Kinder-und Jugend­ge­sund­heits­dienst, der jeweils bei den Gesund­heits­äm­tern im Bezirk ange­sie­delt ist, vgl. https://service.berlin.de/dienstleistung/324255/ – nicht weißt, dann frage am besten deinen Haus­arzt oder deine Haus­ärz­tin danach. Neben dem Unter­su­chungs­be­rech­ti­gungs­schein benö­tigst du noch einen Erhe­bungs­bo­gen. Der Erhe­bungs­bo­gen muss von der/den sor­ge­be­rech­tig­ten Person/en aus­ge­füllt und von dieser/diesen und dem*der Jugend­li­chen unter­schrie­ben werden. Erhe­bungs­bo­gen und Unter­su­chungs­be­rech­ti­gungs­schein legst du dann dem*der Arzt*Ärztin bei der Unter­su­chung vor.

Nach der Erst­un­ter­su­chung erhältst du eine Beschei­ni­gung. Diese muss dann an uns als Träger gegeben werden.

Die Kom­mu­ni­ka­ti­on via Signal ist ver­schlüs­selt. Darüber hinaus sind wir gerade dabei, eine ver­schlüs­sel­te Kom­mu­ni­ka­ti­on via Mail (PGP Schlüs­sel) einzurichten.

Ja, aber ein Frei­wil­li­gen­dienst in Voll­zeit kann ganz schön anstren­gend sein. Daher schau, was für dich gut machbar ist. Punk­tu­ell bei einer Inven­tur oder bei einem Fes­ti­val etwas dazu­zu­ver­die­nen, funk­tio­niert wahr­schein­lich besser als ein regel­mä­ßi­ger Neben­job. Bevor du einen Neben­job annimmst, brauchst du in jedem Falle die Zustim­mung der Ein­satz­stel­le und von uns als Träger.

Übri­gens: Für den unwahr­schein­li­chen Fall, dass du einer sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­gen Neben­tä­tig­keit nach­ge­hen möch­test, würde diese Steu­er­klas­se 6 zuge­ord­net. Hier müssen mehr Steuern abge­führt werden als in Steu­er­klas­se 1, aber eine andere Zuord­nung ist nicht möglich. Bei einem 450-Euro-Job aber handelt es sich ohnehin nicht um eine sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Beschäftigung.

Zum 1. März 2020 ist das Masern­schutz­ge­setz im Kraft getre­ten. Gemäß diesem müssen Per­so­nen, die in Ein­rich­tun­gen tätig sind „in denen über­wie­gend Säug­lin­ge, Kinder oder Jugend­li­che betreut werden“, ihre Immu­ni­tät gegen Masern nach­wei­sen. (§33 Impf­schutz­ge­setz). Wenn du deinen Frei­wil­li­gen­dienst an einer Schule antrittst, ist ein solcher Nach­weis auf jeden Fall nötig. Falls du in einer gemein­nüt­zi­gen Orga­ni­sa­ti­on oder poli­ti­schen Ein­rich­tung tätig bist, besprich dies bitte mit deiner Ein­satz­stel­le. Der Nach­weis muss vor Dienst­be­ginn erbracht werden und erfolgt über das Vor­zei­gen des Impf­aus­wei­ses oder über eine ärzt­li­che Beschei­ni­gung der Immu­ni­tät, die anhand eines Blut­tests fest­ge­stellt werden kann.

Neben dem Taschen­geld von 335 Euro kannst du einen Zuschuss zum ÖPNV-Ticket von 30 Euro im Monat erhal­ten. Während deines Frei­wil­li­gen­diens­tes hast du Anspruch auf das ver­güns­tig­te Ticket VBB-Abo Azubi und kannst damit für ca. 1 Euro am Tag durch ganz Berlin und Bran­den­burg fahren. Mit dem Ticket trägst du also im gesam­ten Jahr nur einen gerin­gen Eigen­an­teil. Infos zum VBB Abo-Azubi Ticket findest du hier: https://www.vbb.de/fahrpreise/vbbaboazubi

Ja, häufig werden dir als Freiwilliger*m Ermä­ßi­gun­gen gewährt — bei­spiels­wei­se im Theater, Schwimm­bad, Museum, Kino, manch­mal auch in Cafés und wei­te­ren Geschäf­ten. Hier findest du eine Über­sicht, welche Orte Rabatte gewäh­ren: https://www.fuer-freiwillige.de/karte/

Inner­halb der ersten Wochen deines Frei­wil­li­gen­diens­tes erhältst du deinen Frei­wil­li­gen­dienst­aus­weis, mit dem du dein Enga­ge­ment nach­wei­sen kannst. Bis dir der Ausweis vor­liegt, kannst du hierfür auch eine Beschei­ni­gung über die Ableis­tung deines Frei­wil­li­gen­diens­tes ver­wen­den, die du von uns bekommst.

Impressionen

Hier erhältst du noch einige Ein­drü­cke aus unseren frü­he­ren Jahrgängen.

Dein Kontakt zu uns

Du hast Fragen rund um deine Bewer­bung? Dann kon­tak­tie­re unser Team, wir helfen gern weiter.

Ansprech­part­ne­rin

Kathrin Empen

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Telefon

(030) 3087.8451–0

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